Klärli und der belgische Pilot

Samstag 23. November 2019, 20 Uhr, Eintritt Fr. 35.- / 25.- für Jugendliche in Ausbildung und IV-BezügerInnnen

Als Klärli Jung-Locher knapp 100-jährig stirbt, hinterlässt sie eine Holzschatulle voller Briefe und Notizen. «Ich brauchte Wochen, bis ich den Mut hatte, sie zu öffnen. Dann aber hat mich ihr Inhalt tief erschüttert. Ich wusste sofort: darüber will ich ein Buch schreiben», erzählt ihre Tochter, Clairelise Montani. Kurz entschlossen beschliesst die 80-jährige Frau einen
Schreibkurs zu besuchen und beginnt die Biografie ihrer Mutter niederzuschreiben.
Die enthusiastische „Schülerin“ bittet ihre Tochter Cornelia, das Lektorat ihrer Texte zu übernehmen. So beginnt eine dreijährige Zusammenarbeit zwischen Mutter und Tochter – sozusagen ein Drei-Frauen-Generationen-Projekt: Grossmutter – Mutter – Enkelin. Daraus entsteht ein biografischer Roman, der alsbald bei seiner schnell wachsenden Leserschaft auf grosses Interesse stösst.
Zu dritt spüren Cornelia Montani, Joe Fenner und Daniel Schneider erzählend, musizierend und spielend dem ereignisreichen Leben einer Innerschweizer Arztfrau aus dem letzten Jahrhundert nach. Es ist ein Leben im fragilen Wohlstand, geprägt von Entbehrungen, Enttäuschungen und Intrigen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite stehen die Befreiung
aus gesellschaftlichen und privaten Zwängen, eine grosse Lebenslust und ein spätes, fast unglaubliches Liebesglück. Und das alles vor dem Hintergrund der Zwischenkriegsjahre, des 2. Weltkrieges, der Zeit des kalten Krieges, des Mauerfalls und der darauf folgenden grossen Hoffnungen.
Eine grosse Liebe, eine gemeine Intrige, eine tragische Krankheit, eine mondäne Ehe, die vom Traum zum Albtraum wird – und zuletzt ein Happyend mit exotischem Kolorit: Stoff für einen epischen Roman. Mit einem Unterschied: diese Geschichte ist wahr.

Regie: Paul Steinmann
Musikalische Leitung: Martin Schumacher
Spiel und Musik: Cornelia Montani, Joe Fenner, Daniel Schneider
Bühne: Mona Fischer Schwitter
Kostüme: Nicole Henning
Fotos: Regina Jäger

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